Mittwoch, 18. Januar 2017

Quatschkopf *Wild and Free*



Ist ja nicht so, dass ich nichts anderes als Kindershirts nähe, nur muss ich entweder bei Stoff oder Schnitt auf Veröffentlichungstermine warten und so stapeln sich die fertigen Blogposts und ich habe trotzdem nichts zu bloggen. So ein Elend!



Nun also schon wieder Kindershirts.
Diese hier sind schon seit ein paar Wochen im Einsatz, haben es aber bis heute nicht auf den Blog geschafft. Bilder am Minimann sind gerade auch nicht drin – tagsüber glänzt er ja dank KiTa durch Abwesenheit, Nachmittags ist es einfach zu schattig im heimischen Wohnzimmer und bei unter 0 Grad jage selbst ich das Kind nicht ohne Jacke für Fotos über der Spielplatz. Wobei ich ganz kurz mit dem Gedanken gespielt habe ;-)



Beim "Wild and Free" Rapport habe ich maximal lange gewartet, damit das Motiv auf ein Shirt passt und ich nicht so viel Verschnitt habe. Bis Größe 80 sah das blöd aus, nun in 86 passt es und ich finde den Stoff zu den schwarzen Ringeln einfach perfekt. Somit habe ich von drei Motiven (Body, Jacke) alle aufgebraucht und nur noch weiße Reste übrige. Die reichen aber immer noch für Halstücher, da bin ich auch froh, wenn ich neutrale Kombistoffe übrig habe.



Weil ich den Minimann einfach zu gerne in Ringelshirts sehe, musste auch bei dieser Serie ein komplett geringeltes Teil dabei sein. Und ja, nun ist es raus: ich nähe Kindershirt in einer Produktionsstraße praktisch am Fließband. Sind erstmal ein paar Shirts zugeschnitten, könnte man sogar beim Nähen noch die einzelnen Teile austauschen... wie aufregend ;-)




Verlinkt: After Work Sewing
Schnitt: Freebook Quatschkopf Shirt von Mamamotz mit den langen Ärmeln des Quatschkopf Hoddies

Stoff: Dreiecke und grauer Uni von Lillestoff, Statement-Rapport "wild and free" über Stoffbüro (leider schon ausverkauft)











Donnerstag, 12. Januar 2017

FrauIsa *ohne alles*



Ein Pulli mit Nüscht. Seit Anfang Dezember lag er fertig hier und wartete auf ein Fotoshooting, der grüne Pulli. Aber war er wirklich fertig? So langweilig... ohne was dran... nicht mal ein Snappapplabel... kein Plott... oder Konfetti?
Will das jemand sehen? Was zeigt man da auf den Bildern? Da ist ja nichts dran!
Und so lag er da. Mehrere Wochen lang. Ich finde ihn hinreißend und hatte so viele gute Ideen. Mal abgesehen davon, dass es für die Rundum-Bestickung des Ausschnittes mit folkloristisch anmutenden Blumenmustern zu spät war (ich mache das aber irgendwann noch!), wäre orangefarbenes Konfetti auf den Schultern oder ein "Yeah" auf der Brust auch nach dem Nähen noch drin gewesen.



Aber ich entschied mich dagegen. Oder besser dafür: Für einen Basicpulli.
Für einen unifarbenen Basicpulli nach einem raffinierten Schnitt den ich zu praktisch allem kombinieren kann und an dem ich mich so schnell nicht satt sehe. Der Schnitt kann das, der braucht nichts weiter.



Ach so, ich entscheid mich auch gegen Bügeln. Kennt ihr ja schon. Der Mann beim Kontrollblick auf's erste Foto: "hättest Du echt vorher Bügeln können". War aber gebügelt, bis ich in einer nicht ganz so weiten Jacke eine halbe Stunde zur Fotolokation gelaufen bin. War echt gebügelt! Echt! Ein bisschen zumindest.










Verlinkt: 12 Colours of Handmade Fashion, Basicteil, Rums
Schnitt: Oversizedsweater FrauIsa von Schnittreif/Fritzi
Stoff: gut abgelagerter Sweat von Hilco – langsam aber sicher werden meine Altlasten weniger und der Stoffschrank kann wieder neu befüllt werden!

Mittwoch, 11. Januar 2017

Kuschelsweat *Geschenkverpackung*



In der Vorweihnachtszeit zeigen sich jährlich die wahren Vorzüge des Bloggerlebens: Geschenke!!! Ich verschickte auch im letzten Jahr Kleinigkeiten an liebe #bloggerfreunde und im Gegenzug wurde mein Gang zum Briefkasten oft mit lieben Grüßen oder kleinen Geschenken belohnt.
So gab es zum Beispiel von Lillestoff unter anderem eine Tasse, die zum Schutz in Stoffreste verpackt war. Also wirklich Reste: schräg geschnitten, mit Nähten, Löchern und all so Schikanen, definitiv unbrauchbar, denn der Kuschelsweat war ja eigentlich nur die Polsterung für die Tasse.
Weil ich aber die Farbe toll fand und eben auch totaler Fan von dicken Sweatstoffen bin, war mir die eigentliche Bestimmung der Reste einfach herzlich egal. Nach einigem Schieben und der freundlichen Spende von Miris Resten, hat es gerade so für einen Puli für den Minimann gereicht.



Eigentlich wollte ich ihn noch beplotten, aber da ich ja erst einen hellblauen Pulli zu #buntnaund gemacht habe und der Minimann für die KiTa universell einsetzbare Wechselkleidung braucht, habe ich es bei uni belassen.
Der Durchbruch der neuesten Backenzähne trägt sowieso dazu bei, dass der Stoff nicht einfarbig bleibt sondern einen leichten Batik-Charakter bekommt. Bei dem lästigen Gesabber helfen auch Halstücher maximal zehn Minuten...



Übrigens: aus den Resten der Reste ist noch eine Mütze und mindestens ein Kinderloop drin. Wir lassen hier ja nichts verkommen!





Verlinkt: After Work Sewing, Sew Mini, Ich näh Bio, Kiddi Kram, Made4Boys
Schnitt: Raglanpulli aus der Ottobre kids fashion 4/2016 in Größe 86, unter anderem hier schonmal gezeigt
Stoff: türkis melierte Kuschelsweatreste und Ringelbündchen von Lillestoff 








Dienstag, 10. Januar 2017

Klotzen statt Kleckern – Textilgestaltung mit *Verlosung*



Sommer 2016: meine Nähmaschine gönnt sich nach wilden Zickereien eine Auszeit beim Nähmaschinendoktor. Während ich auf ihre Rückkehr warte, flattert mir eine Mail von Makerist ins Haus, ob ich nicht mal wieder einen Kurs machen möchte. Ja schon, aber die ver***te NäMa hat ja den Geist aufgegeben, die alte Verräterin. Aber ja, irgendwas muss ich ja machen, nur mit Kind und Job bin ich ja nicht ganz ausgelastet, also habe ich zugesagt. Und zu gerne hätte ich einen der genialen Backkurse gemacht, in dem aufwendig irgendwelches Backwerk verziert wird, um dann mit wahnsinnig hübschen Torten angeben zu können. Ich weiß aber, dass Wunsch und Wirklichkeit in diesem Fall zweierlei sind, und ich zwar sehr gerne backe, aber "hübsch" leider den anderen überlassen muss. "Es kommt ja auf den Geschmack an" ist praktisch die Subline all meiner Backwerke! Traurig aber wahr.
Es musste also etwas anderes her. Da ich Angst hatte, mir mit Stricken und Häkeln ein weiteres zeitaufwendiges Hobby ans Bein zu binden und womöglich nie wieder los zu wenden, entschied ich mich für den Kurs Stoffe mit Mustern und Motiven gestalten. Da braucht man keine NähMa, damit kenne ich mich eh aus, Farbexperimente finde ich immer gut – meins!

In acht Episoden werden gefühlt ALLE Möglichkeiten der einfachen Textilgestaltung abgehandelt. Mit "einfach" meine ich, dass die Zutaten entweder in jedem gut sortierten Nähzimmer oder im Bastelmarkt des Vertrauens zu bekommen sind. Also eher Kartoffel- als Siebdruck ;-) Was aber völlig ok ist, denn man will ja ohne tagelange Vorbereitung zu Ergebnissen kommen. 

Ich muss zugeben, ich war etwas eingeschüchtert, als ich gesehen habe, wie lang das Video geht. Eventuell erklärt auch das warum diese Geschichte im Sommer 2016 startet und wir nun 2017 haben...  Alles in allem könnt ihr euch etwa drei Stunden berieseln lassen und wisst nachher alles vom geschnitzten Stempel über den Einsatz von Bläschenfolie bis zum Auftragen von Fashionspray.
Ich habe bis Episode 5 geguckt, dann verlies mich ein bisschen die Lust. Das lag nicht so sehr am Video, als an der Tatsache, dass ich es einfach für mich etwas kürzer und knackiger bevorzuge. Die Erklärung, dass man einen Stempel auch drehen kann um das Motiv mal auf dem Kopf stehen zu lassen brauche ich nicht unbedingt. Ich nutze den Kurs lieber um schnell mal in ein Kapitel zu gucken und mir Tipps zur Verarbeitung zu holen. Die Techniken selber sind für mich nicht neu, aber ich habe das Problem aller Pinterestinstagram-Süchtigen: Alles mal irgendwo gesehen, alles auch machen wollen und bis es dazu kommt alles wieder vergessen.
Zum Thema Textilien und Farbe habe ich jetzt also so eine Art filmisches Nachschlagewerk und werde den Kurs genau so nutzen. Jeweils ein Kapitel beschäftigt sich mit einem Thema, wenn ich das Thema "bearbeiten" möchte, gucke ich ins Video.



Theoretisch. Denn ihr seid hier bei Änni, und irgendwas ist ja immer... so kommt es auch, dass mein Beispiel eben nur halb so gut aussieht wie geplant. Hätte ich mal vorher die Episode zur Sprühfarbe angeguckt... Der Klugscheißer in mir dachte aber, dass das Thema schon nicht so kompliziert sein kann und wer mal irgendwo beim Streichen einen Türrahmen abgeklebt hat, kommt schon klar und bekommt saubere Kanten. Nicht ganz, wie sich schnell herausstellte.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Quatschkopf *Luft mit Konfetti*



Wir gestern so: einfach mal in die Bibliothek gehen um ein paar Outfitfotos von mir und dem Minimann ohne Jacke zu machen. Nach fünf Minuten war der Akku leer, nach zwei weiteren blinkte der Ersatzakku und es wurde auch langsam etwas zu dunkel. Es geht doch einfach nichts über gute Vorbereitung. Herrje. Dementsprechend hektisch ging es dann mit dem Ersatzakku zu. Die Bilder werden der genialen Lokation leider so gar nicht gerecht, aber nochmal mit den gleichen Klamotten hin gehen ist zeitlich nicht drin, in den KiTa-Ferien müssen noch ein paar weitere Kleidungsstücke fotografiert werden und so ein bisschen spielen zwischen den Shootings muss ja auch sein ;-).



Und ich warne euch an dieser Stelle eindringlich: fangt niemals diese Konfetti-Sache an. Niemals! Einmal ausprobiert, könnt ihr nicht mehr aufhören. Ich hab völlig euphorisch alle meine Plotterfolienreste gelocht und hätte jetzt am liebsten überall Pünktchen. Und wie ich mich kenne habe ich sie spätestens übermorgen überall. Das macht süchtig!

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Quatschkopf *Wale*



Die süßen Wale von Nosh waren einer meiner ersten Einkäufe im Stoffbüro. Catrin kannte mich noch nicht persönlich, aber offensichtlich schon gut genug, um zu fragen, ob ich einen Schlafanzug nähen würde. Mutig fand ich das damals. Nein, wollte ich zwar nicht, aber dennoch fiel der Stoff völlig aus meinem sonstigen Beuteschema. Und Catrin kennt ihre Kunden!



Wofür ich ihn unbedingt kaufen musste, kann ich nicht sagen. Nur ein Wort: Niedlich! Ich finde den so verdammt niedlich! Daran hat sich auch nach einigen Jahren Lagerzeit nichts geändert.
Geändert hat sich aber, dass ich nun ein klamottentechnisch völlig wehrloses Kind habe, dem ich anziehen kann was ich möchte. Ha! Genau dafür habe ich die Wale gekauft.



In der KiTa ist dank den Walen jetzt auch raus, dass Muddi näht. Motivstoff mit Ringelärmeln: klarer gehts wohl nicht.
Da es nun einen Ruf zu verteidigen gibt und die Erzieherin außerdem um mehr Wechselkleidung gebeten hat (das wird sie bereuen, wir brauchen nach den Ferien eine weitere Klamottenkiste!), zeige ich nächste Woche gleich noch einen Schwung Minimann-Klamotten.








Verlinkt: After Work Sewing
Schnitt: Freebook Quatschkopf Shirt von Mamamotz mit den langen Ärmeln des Quatschkopf Hoddies
Stoff: Jersey von Nosh über Stoffbüro (ausverkauft) und Ringel unbekannter Herkunft aus meinem Lager

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Und weil auf den Bildern noch die Kugelbahn vom letzten Shooting zu sehen ist, noch ein kleines Update zum Test von meine Spielzeugkiste.de.
Nach gut drei Wochen sind die ausgesuchten Spielzeuge nun so "langweilig", dass der Minimann nur noch damit spielt, wenn ich ihn dazu animiere... nur die Klangeier, die er nie so richtig genial fand und für die er eigentlich zu alt ist, haben sich eher als Langzeitspielzeug herausgestellt. Immer wenn er eines findet freut er sich und spielt damit. Allerdings leider auch eher nur so 3,5 Sekunden ;-) 
Der Code aennisews gilt übrigens noch, wenn ihr auch mal einen Monat kostenlos testen wollt. 
Ich bestelle uns jedenfalls morgen neue Sachen, vielleicht finde ich etwas, zur Ergänzung der Weihnachtsgeschenke – es gab unter anderem eine Kinderküche und so ein bisschen Kochmaterial würde nicht schaden. Wir haben bisher nur Stofflebensmittel und die machen weder Krach, noch kann man sie gut werfen... Aus Sicht des Kindes also völlig sinnbefreit.





Dienstag, 13. Dezember 2016

Patchworkdecke und Wimpelkette *Taufgeschenk*



Der Mann hat eine Patchworkdecke genäht! Also zumindest zur Hälfte. Ich habe zugeschnitten, wir haben gemeinsam angeordnet, er hat  das Top genäht, ich hab die Lagen verbunden während er als Verlängerung des Nähtisches assistiert hat und die Stoffbahnen halten musste, ich habe die Decke mit einem schnellen Binding umrandet und er hat am Schluss noch die Fäden vernäht. Schönes Projekt! Noch schöner wäre es gewesen, wenn wir etwas zeitiger angefangen hätten – dann hätte es statt schneller Schnappschüsse im halbdunkeln auch anständige Bilder von den fertige Teilen gegeben.



Die Decke war ein Taufgeschenk und die Fäden hat der Mann tatsächlich erst am Abend vor der Taufe vernäht während ich für die Wimpelkette die ersten Schritte im Maschinensticken gemacht habe. Die Fotos sind dann kurz vor der Abfahrt zur Taufe entstanden – ein Wunder, dass wir das Geschenk noch verpackt bekommen haben!
Geplant war das natürlich anders, aber irgendwas ist ja immer.



Vielleicht hätten wir uns auch mit der Stoffauswahl etwas weniger Zeit lassen sollen. Ich war jedenfalls ziemlich irritiert davon, wieviel Mädchenfarbe-mäßig in meinem Stoffschrank geht. Und ich bin begeistert, wie gut die Muster und Farben zusammenpassen. Zusätzlich gekauft habe ich lediglich die Vichy-Karos die die Rückseite und das Binding bilden. Das zuvor erwähnte "schnelle Binding" entsteht durch das Umschlagen der Rückseite. Meine letzten Decken habe ich jeweils von Hand umnäht, wie es sich gehört ;-) – aber in diesem speziellen Fall war es einfach nicht möglich die Tauffeier um eine Woche zu verschieben...



Wenn nicht das "quilten" (darf man das überhaupt so nennen, wenn man nur Linien näht?) nicht wäre, würde ich jede Woche ein Patchworktdecken-Top nähen. Oder nähen lassen. Das macht einfach so Spaß. Alleine mit der Stoffauswahl könnte ich Tage verbringen. Und unter uns, Stoffe wären noch genug da. Genug. Also wirklich genug.







Verlinkt: Creadienstag, Handmade on Tuesday
Stoffe: aus dem Lager, Vichy-Karos vom örtlichen Stoffhändler














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