Montag, 30. März 2015

MissionUnderCover // Merrylock 3040 Coverstich

Einen Monat haben 6 Blogger (ohne Covererfahrung, aber mit dringendem Coverbedürfnis) 4 verschiedene Maschinen auf Herz und Nieren Stich und Fehlstich prüfen. Unterstützt wurden wir dabei von der Nähwelt Flach, die uns die Maschinen zur Verfügung gestellt hat. 
Heute stelle ich euch nun meine letzte Testmaschine vor, die Merrylock 3040 – die bisherigen Tests aller Mädels sind bei Miri gesammelt.




Merrylock 3040 Coverstich (329,00 € )

Gesamteindruck: Oh, sieht aus wie die Babylock Success! Aber warum flimmert das Licht so nervtötend? Gut, drei mal Postversand sind sicher nicht das gelbe vom Ei für die Maschine, aber irgendwie macht das sofort einen negativen Eindruck. Freiarm Fehlanzeige. Fadenabschneider fehlt auch. Oder finde ich ihn bloß nicht? Wäre ja nicht das erste mal dass ich etwas übersehe... Bei der Suche nach dem Abschneider fällt mir der billig anmutende Plastikhebel zum Heben des Nähfußes auf – Der sieht aus als würde er direkt nach der Glühbirne das Zeitliche segnen...

Handhabung: Einfädeln ist grauenvoll. Ich habe wieder das Gefühl mit anatomisch normal gebauten Fingern ist das Einfädeln des Kettfaden nicht machbar. Mir fehlt da ein Gelenk... oder der Merrylock ein Hebel. Das hatten wir ja schon mal.

Stichbild: Ok, keine offensichtlichen Fehlstiche beim Test über drei lagen Jersey inklusive Ovi-Nähten. Ich schaffe es auch zum ersten mal trotz fehlendem Freiarm ein Babymützchen schön im Kreis zu covern und dabei sowohl auf der Spur zu bleiben, als auch an der richtigen Stelle zu stoppen. Sieht gut aus! Vier Wochen Übung machen sich offensichtlich bezahlt ;-)

Lautstärke: Leise, mir kommt sie nicht lauter als die anderen getesteten Maschinen vor.

Zubehör: Standard, allerdings fehlt die Hülle. Macht mir nichts aus, aber da alle anderen Maschinen eine hatten fällt es auf.


Fazit: Die kleine Bayblock und Merrylock würde ich gleich bewerten, ich ich gehe davon aus, dass die Maschinen bis auf Kleinigkeiten sind. Wie das Innenleben sich unterscheidet kann ich natürlich nicht beurteilen, aber sie haben eine völlig identische Anleitung. Das bessere Stichbild bei der Merrylock schiebe ich eindeutig auf vier Wochen mehr Covererfahrung.

Note: 3-4

Donnerstag, 26. März 2015

Spotty und Rabe treffen Miri und Änni


Dass Miri und ich uns hin und wieder zur Entlastung unserer Männer, quatsch für mehr Spaß zu Fotoshootings treffen, ist kein Geheimnis mehr. Dass wir oft die selben Stoffe vernähen auch nicht...

Und wie das so ist, wenn die Stoffdealerin des Vertrauens den Geschmack ihrer Zielgruppe ganz genau kennt, machte Catrin uns das Angebot eine grau-bunte Kombi aus dem Stoffbüro zu vernähen. 
Gut, die grau-bunte Kombi wurde etwas mehr grau als bunt, aber das hat sich eben so ergeben ;-)


Bei den Stöffchen hatten wir natürlich Mitspracherecht, aber Catrin hatte schon so eine Vermutung, und deshalb löste schon der erste Vorschlag ihrerseits Jubel unsererseits aus. So muss das sein! 
Und so machte sich ein wunderbar grau-gepunketes Päckchen mit einem Hauch von Tiermotiv auf den Weg von Siegen nach Stuttgart. 


Der Nähplan stand schnell fest: Ich bleibe bei meinem neuen Fanö-Trend, Miri testet FrauLiese und näht uns außerdem noch zwei zauberhafte Loops aus dem noch viel zauberhafteren Raben-Stoff. 
Als Kombistöffchen hatte Miri sich gelb ausgesucht und ich mich für mint entschieden. Sieht nach Frühling aus! Leider war es bei unserem Fotodate so schrecklich kalt, dass ich kaum Bilder von den mintfarbenen Bündchen habe, dafür viele mit Loop und Strickjacke oder Gänsehaut;-)


Ja, und ihr seht, trotz üblen Augenringen habe ich mich zu Bildern mit Gesicht hinreißen lassen ;-)


Verlinkt: RUMS, Bio-Linkparty
Stoffe: Paapii Design über Stoffbüro (Pünktchen, Raben)
Schnitt: Fanö von Schnittreif

Mittwoch, 25. März 2015

Dolores als Kleid

Eine Freundin hat mal die Wirkung einer meiner grauen Hemdblusen als ein Mix aus Arbeiterin und Gefängnisaufseherin beschrieben. Streng und aufgeräumt.
Genau daran musste ich bei diesem Kleid denken – und ich mag es ;-)



Die Stoffe sind eine Mischung aus lang gehütetem Schatz und günstig eingekauftem Unigrau.
Da ich mir bei der Passform des Kleides nicht ganz sicher war, ob ich es wirklich tragen kann, wollte ich natürlich nicht sofort an die ganz guten Stücke und erst mal eine Art Probeteil machen. Im Idealfall aber schon tragbar ;-)
Oft habe ich von den wirklich hübschen Stöffchen nur knapp über einen Meter hier, da blieb die Auswahl bei einem Stoffverbrauch von 2 Metern etwas begrenzt, zumal ich einen etwas festeren Stoff wollte.

Der Schnitt ist wie schon erwähnt eher untypisch für mich. Ich mag es in der Taille weit, denn ich habe praktisch keine – Sanduhr weit gefehlt. Gerade geschnittene und ausgestellte Oberteile bieten sich da eher an...
Nun also ein Kleid- bzw. Blusenschnitt, bei dem die Größe nach dem Taillenmaß ausgewählt wird. Einfach war es nicht, aber ich bin mit dem Ergebnis trotzdem zufrieden.
Bei anderen Mädels sieht ein schmaler Gürtel zu diesem Schnitt ganz zauberhaft aus, das würde ich in einem ganz mutigen Moment vielleicht mal ausprobieren, allerdings müsste ich dafür tatsächlich erst einen kaufen  ;-)



Eine Dolores-Bluse ist in den letzten Wochen auch noch entstanden (die zeige ich demnächst) und der Schnitt gibt noch einiges mehr an Variationsmöglichkeiten her – von der Schwangerschaftsversion bis hin zu verschiedenen Ärmel- und Kragenlösungen ist alles dabei. Es wird also bestimmt noch ein Modell folgen...



Verlinkt: MMM
Stoffe: Stoff und Stil (Uni), Cloud9 in den USA gekauft (Muster)
Schnitt: Dolores in der Variante Kleid mit Passe


Dienstag, 24. März 2015

Drunter Bunter

Eigentlich wollte ich heute ja wieder Kinderkram bloggen, aber wie es der Zufall will, waren keine farbliche passenden KamSnaps für das Babyjäckchen zu finden und beim Suchen fiel mir ein kleiner Berg genähtes, aber nicht gezeigtes Zeug in die Arme. Ups. Elende Schlamperei... 
Die Kinderfleecemützen und Loops habe ich auf dem Berg gelassen und hoffe, dass ich sie in ungefähr einem dreiviertel Jahr wieder finde (unwahrscheinlich, aber ich riskiere es), das Wäscheset ist da etwas Jahreszeitenunabhängiger, deswegen bekommt ihr es heute zu sehen...
Nicht am lebenden Objekt, dafür ist das Projekt Bikinifigur dieses Jahr zu weit entfernt, aber ihr habt ja Fantasie und das Puppi macht auch einen guten Job ;-)


Die Farben entsprechen zwar weniger meinem Beuteschema, aber die Stoffqualität ist einfach perfekt für Unterwäsche – richtig angenehm auf der Haut.
Außerdem wollte ich jetzt endlich mal die rote dehnbare Spitze verarbeiten, die ich vor zwei Jahren (!) ganz dringend (!) gebraucht habe. Ich weiß nicht mehr genau für was, aber es muss extrem dringend gewesen sein...


Da das Set eines meiner Cover-Teststücke war, darf man leider nicht ganz so genau hingucken. Die Maschine fand die Kombination aus Gummispitze und Overlocknaht nur so mittelgut. Von kleinen Fehlstichen und meiner fehlenden Zielgenauigkeit abgesehen, war es aber vor allem bei der Undi super eine Cover zu haben. Die letzte habe ich mit Zickzackstich gesäumt und das Ergebnis ist optisch zwar ok, aber die Nähte sind einfach nicht so haltbar.



Verlinkt: Creadienstag
Schnitt: FrauMarla und FrauHennie von Schnittreif/Fritzi
Stoff: Tango von Lillestoff 



Donnerstag, 19. März 2015

MissionUnderCover // Baby Lock BLCS Coverstitch

Hallo zu meinem dritten Covertest im Rahmen unserer MissionUnderCover.
Was genau es damit auf sich hat, könnt ihr im Detail hier nachlesen. Die Kurzzusammenfassung sieht so aus: 6 Blogger (ohne Covererfahrung, aber mit dringendem Coverbedürfnis) dürfen 4 verschiedene Maschinen testen. Unterstützt werden wir dabei von der Nähwelt Flach, die uns die Maschinen zur Verfügung stellt. 

Endlich ist es so weit: der zweite Test bringt mir endlich "das Baby" auf den Nähtisch – die Baby Lock Coverstitch möchte getestet werden.





Baby Lock BLCS Coverstitch (1.299,00 €)

Gesamteindruck: Verarbeitung sehr gut, die Maschine wirkt eher kompakt, kleiner Durchlass, Optisch sieht sie ein wenig "verbaut" aus – aber es zählen ja die inneren Werte;-)

Handhabung: Einfädeln macht dank Jet-Air-System Spaß ;-)
Mir fehlt aber auch hier wieder entweder die Übung oder ein sensibler eingestelltes Pedal. Ich habe das Gefühl, die Auswahlmöglichkeit "Vollgas" oder "Stop" zu haben. Da muss man sich erst dran gewöhnen.
Der praktisch kaum vorhandene Durchlass zwingt zum Umdenken: Gecovert wird nicht nachträglich als Verzierung, sondern wirklich Schritt für Schritt am offenen Teil. Gewöhnt man sich auch dran, allerdings geht etwas Spontanität verloren. Ich bin nicht der Typ der Klamotten komplett totcovert – ich brauche bei Weitem nicht an jeder sich bietenden Gelegenheit eine Covernaht, da wäre es schon schön, wenn man nachträglich entscheiden könnte.
Die BLCS kann als einzige Maschine unserer Testreihe abketteln – gefällt mir! Bei allen anderen Maschinen musste ich mich nämlich echt beherrschen es nicht zu tun.

Stichbild: Surprise, surprise! Auch die BLCS kann Fehlstiche! Ich hatte ja die Illusion, dass das Luxusteil unserer Testreihe prakisch ohne Testnaht sofort einsatzbereit ist. Das ist natürlich nicht so. Das Baby möchte auch auf den entsprechenden Stoff eingestellt werden und hektisches am Stoff zerren oder andere Fehler (die von der vor der Maschine sitzenden Person ausgehen) nimmt sie auch persönlich. Wenn diese störenden Faktoren von Außen aber wegfallen, läuft die Maschine schön rund und gleichmäßig. 

Lautstärke: ebenfalls deutliche leiser als meine Brother Ovi, da gibt es nichts zu meckern

Zubehör: Das Übliche: Schraubendreher und Co. – was ich jedoch bei Test übersehen habe ist das integrierte Zubehör-Fach im Fadenhalter. Es hielt aber auch keine Überraschungen bereit ;-)




Fazit: Ach ich bin verwirrt!
Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber ich muss wohl langsam einfach einsehen, dass man jede Maschine tatsächlich erst einnähen muss, das ganze mehr Übung braucht als gedacht und die Maschinen sich auf den ersten Blick mehr im Preis als im Stichbild unterscheiden.
Ich will dem Fazit nicht vorgreifen, aber ich ahne, dass ich mit mehr Erfahrung mit einer kleineren Maschine womöglich nicht lange zufrieden wäre...

Note: 2-

Für die BLSC hatte ich mir ein schönes Stöffchen aufgehoben und die Vorfreude war groß, allerdings blieb ich bei meinem Bethioua-Shirt gleich mal beim quetschen der Stoffmassen durch den Durchlass am Greiferfaden hängen – das fand die BLCS gar nicht cool und hat mich mit fiesen Fehlstichen auf meinen Fehler aufmerksam gemacht. Ich schätze aber, dass das so ein Fehler ist, den man genau einmal macht, danach weiß man wo man Vorsicht walten lassen sollte.
Zum weiteren testen hab ich noch ein paar Kleinigkeiten gecovert, das ging nach einem Fehlstart dann auch prima. Und dann war leider meine Baby-Woche schon vorbei und das gute Stück hat sich auf die Reise zur nächsten Testerin gemacht. Ich hätte gerne noch mehr ausprobiert, konnte das aber aus Zeitgründen nicht machen. 



Morgen geht die MissionUnderCover bei Doro weiter und meinen nächsten (und letzten) Test könnt ihr am 30.03. hier lesen.

Mittwoch, 18. März 2015

Twist(It) Jersey: ein Experiment

Grundsätzlich macht es Sinn, sich an Angaben in Anleitungen zu halten – meistens hat sich da ja jemand was dabei gedacht. Die Stoffempfehlung ist da sicher so ein Fall den ich eher selten ignoriere. Manchmal muss man aber auch eine Ausnahme machen... so auch bei dieser Bluse.
Der Schnitt ist, wie es sich für einen Blusenschnitt gehört, eigentlich für Webware gemacht – ich hab ihn im Sommer einige Male genäht und mich an fluffig-luftigen Sommerblüschen erfreut. Guckst Du hier oder hier ;-)

Der Clou des Schnitts, die 45-Grad-Drehung im Fadenlauf durch die Verwendung von nur einem Schnittteil kommt bei Webware und entsprechendem Muster erst richtig zur Geltung.
Da ich mich beim Jerseytest aber nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnen wollte, war ein Stöffchen ohne offensichtliche Musterrichtung meine erste Wahl.



Ganz perfekt ist das Oberteil noch nicht, insgesamt war ich beim Reduzieren der Weite etwas zu vorsichtig, da hätte überall noch ein bisschen was weg gekonnt. Vor allem im unteren Bereich ist die Raffung durch das Bündchen ein bisschen zu herzhaft ausgefallen, hier fällt Jersey eben einfach nicht so leicht wie dünne Webware. Aber es war ja ein Versuch, und als solchen trage ich meine Pullibluse heute auch. Verdammt gemütlich ist sie übrigens... Und das nächste Wohlfühlteilchen nach einem Blusenschnitt folgt bestimmt.





Verlinkt: MMM
Schnitt: Twist(It) von Schneidernmeistern aus Jersey mit verlängerten Ärmeln
Stoff: Sinfonie von Lillestoff


Dienstag, 17. März 2015

Yellow Sky Jacke


Ich werfe ja nicht mal den kleinsten Stoffrest weg (Schwabe halt ;-), das führt leider dazu, dass mein Nähzimmer aus allen Nähten platzt und ich von 1cm-Schnipseln für Applikationen bis hin zu großen Reststücken echt einen großen Fundus hab. Der soll deutlich kleiner werden, deshalb heute mal wieder Restabbau in seiner niedlichsten Form: Babygeschenke.


Der Schnitt ist schnell zu nähen und bei entsprechend kleiner Größe kann man sich wunderbar an alten Stoffresten bedienen. Ob er mit der übergroßen Kapuze auch wirklich praktisch ist, kann ich nicht beurteilen, süß ist er auf jeden Fall.



Verlinkt: Creadienstag
Schnitt: Yellow Sky Jacke (Größe 62)
Stoffe: Reste (Streifen, Sweat)



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