Donnerstag, 19. Oktober 2017

Big Summer Bag *Floral*

Wahrscheinlich habe ich es schon an der ein oder anderen Stelle durchblicken lassen, wenn nicht, dann mache ich es jetzt offiziell: ich nähe nicht so richtig gerne Taschen.



Schon vor Jahren war der Kauf der ersten eigenen Maschine für mich der Startschuss für das Nähen von Kleidung – ab dem Zeitpunkt waren Taschen praktisch abgeschrieben. Davor, mit der alten Krücke meiner Mutter ging einfach nicht viel mehr als Handyhülle und Stoffbeutel.
Zwar war ich schon vor der Abschaffung der Plastiktüte ausschließlich mit Stoffbeuteln einkaufen und hatte diese auch oft selbst genäht,  aber das zählt ja auch nicht als Tasche. Da muss man keine winzigen fummeligen Fächer annähen und auf Reißverschlüsse kann auch verzichtet werden. Stoffbeutel mag ich!



Was mich taschentechnisch aber wohl am meisten traumatisiert hat, sind gar nicht schlecht abgesteppten Reißverschlüsse oder krummen Innentaschen, sondern folgende Tatsache:
In den Anfängen meiner Bloggeschichte gab es einen Zeitraum, in dem "falsche Einlage" und "falsche Einlage verwendet" und "welche Einlage" tatsächlich in den Suchbegriffen in meiner Blogstatistik auftauchten. Da ist also nicht nur ein Besucher über diese Stichworte bei mir gelandet... Mein Blog war praktisch DER Place to be für Menschen die zu doof sind die richtige Einlage in ihre Taschen zu bügeln! Ist das traurig oder ist das traurig?

Ich mag keine klassischen Stoffhandtaschen (wie man sie mit Bommeln, Webbändern und Co in der Nähszene oft findet... nicht mein Style), finde aber Stofftragetaschen prima.
Im Mai diesen Jahres war ich ein Wochenende mit Bloggerfreunden in der Schweiz und schon bei der Abfahrt kurz hinter Stuttgart war ich extrem neidisch auf Katjas riesige Tasche. Keine Reisetasche, keine Handtasche, kein Einkaufsbeutel. Einfach eine extrem große Tasche in die gefühlt ALLES rein geht. Wollt ich auch! Natürlich hat Katja mir das Schnittmuster verraten nach dem sie den Traum mit pinken Flamingos an schwarzem Leder genäht hatte. Aber ach, so richtig Lust eine zu nähen hatte ich einfach nicht. Bedarf aber schon! 



Und so traf es sich recht günstig, dass wir bei unserem letzten #sew7-Treffen vor kurzem das Thema Taschennähen auf dem Program hatten und ich mir jenen Schnitt, die Big Summer von Keko Kreativ auf den Plan geschrieben hatte. Nicht zuletzt, weil Kerstin, die Erstellerin des eBooks Teil der Gruppe ist und ich die Gelegenheit beim Schopfe packen wollte. Hätte ja gut sein können, dass ich Materialfragen habe. Einlage oder so. Ihr wisst bescheid!



Ich mach es kurz: ich hab an der Tasche einfach alles weggelassen was geht: Außentaschen, Innentaschen, alles – und dann ist es ein halbstündige Projekt, zumindest wenn man die tagelange Stoffauswahl nicht mitzählt! Dank Alex habe ich die richtige Einlage, denn sie hatte die Tasche fertig genäht für den Fühltest dabei und praktischerweise konnte ich auch gleich noch Einlage von ihr borgen.



Man kann die Big Summer definitiv aufwendiger nähen, aber ich habe bei so Riesentaschen einfach gar keinen Bedarf an Innentaschen. Da werfe ich sowieso kein Handy und keinen Schlüssel rein, die sind schon in der Handtasche verstaut ohne die ich selten das Haus verlasse. Aber, wer mehr will, kann alles aus dem Schnitt rausholen, das wollte ich nicht unerwähnt lassen.



Wie auf den Bildern unschwer zu erkennen ist, hat die Tasche ihren ersten Ausflug zum Arbeitseinsatz auf dem Gartengrundstück unserer Freunde mit Erfolg gemeistert. Inhalt: Wechselkleidung für 3 Personen (inklusive Matschanzug für den Minimann) und zusätzlich Kartoffeln, Rote Beete und Karotten bei der Rückfahrt. Ein praktisches Stück!






Verlinkt: RUMS
Schnitt: BigSummer von Keko Kreativ
Stoffe: lange gehütete Schätze, gekauft bei Joann in den USA















Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kapuzenpulli Toni *Lebenskleidung Digitaldruck*



Die Abstimmung für die Realisation der neuen Digitalprints von Lebenskleidung ist in den letzten Zügen und ich will euch mein zweites Designbeispiel natürlich nicht vorenthalten.



Wie schon beim grauen Wolkenprint war es eine Überraschung und dementsprechend staunte ich nicht schlecht als ich das Paket öffnete. Da hatte ich erstmal so gar keine Idee. Das Design ist für mich etwas zu unruhig und spontan ehrlicherweise auch eher nicht mein Fall. Aber, ich liebe Herausforderungen und war mir sicher, dass ich ein schönes Teil für den Minimann daraus nähen kann. Und wie es dann so ist, gefällt mir der fertige Pulli doch viel besser als erwartet. Der Minimann sieht richtig niedlich in im Weltall aus!



Noch bevor ich eine Schnittidee hatte, war übrigens klar, dass ich auf jeden Fall ein mit "Astronaut" bedrucktes Snappap-Label anbringen möchte. Der Stempel wartete schon lange auf seinen Einsatz und hier ist er wirklich gut aufgehoben. Wie schon ein paar mal auf Instagram erwähnt benutze ich keine spezielle Stempelfarbe sondern ein handelsübliches Stempelkissen aus dem bürobedarf/Bastelmarkt. Bisher hat sich die Farbe auch nie beim Waschen verabschiedet sondern verblasst höchstens ein bisschen – da stemple ich im Zweifelsfall dann einfach nach.



Um die Pulliform im wirren All mit den geometrischen Figuren nicht untergehen zu lassen, hab ich die Raglannähte weiß gecovert – für mich mittlerweile beim Pullis in kleinen Größen mit Muster ein absolutes Muss. Wenn man nicht gerade Uni, Ringel oder Punkte vernäht, geht einfach sehr viel des Designs durch das Aufeinandertreffen der Raglannähte verloren. Um das ein bisschen "aufzuräumen", helfen Covernähte für mich ganz gut. Selbstverständlich erfüllen auch Paspeln den gleichen Zweck, aber da muss man ja auch erst mal Lust drauf haben...









Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio
Schnitt: Hoodie Toni von Schnittreif/Fritzi
Stoff: Bio-Digitaldruck auf Sweat von Lebenskleidung – noch nicht erhältlich, hier kann aber abgestimmt werden, ob er gedruckt wird oder ein anderes Design das Rennen macht
Label: Snappap bestempelt, mit dem Cutter ausgeschnitten und die Ecken mit dem Ecken-Abrunder gestanzt














Dienstag, 17. Oktober 2017

Bernina 580 *Stickmodul Teil 3 – Handtücher besticken*

Zum Einstieg noch mal kurz ein wenig #mimimi: meine Ovi ist noch immer in Reparatur. So langsam fehlt sie mir wirklich sehr. Ich hab in der letzten Woche vor lauter Verzweiflung sogar vier Täschchen genäht – trotz langjähriger Taschennäh-Abneigung – und ungefähr alles bestickt was sich nicht in Sicherheit bringen konnte.
Von dieser Seite gesehen, ist es also eventuell doch nicht ganz so furchtbar, dass die Ovi sich die Auszeit gönnt. Ohne die Zwangspause hätte ich mir das Stickmodul der B580 definitiv nicht so ausgiebig vorgenommen.
War ich doch noch vor einigen Monaten der Meinung, dass mir nie im Leben kindgerechte Stickdateien ins Haus kommen, bin ich dieses Wochenende eingeknickt. Den Lothar fand ich ja schon immer ganz niedlich auch wenn mir das ganze auf Stoff etwas zu viel des Guten gewesen wäre. Ein schwarzes oder dunkelgraues Shirt mit Lothar wäre da schon eher mein Geschmack, aber nur deshalb gleich die ganze Datei holen... ach, ich weiß auch nicht.
Und dann stand ich am Samstag im blaugelben Einrichtungshaus vor den dunkelgrauen Gästehandtüchern und hatte die Eingebung: Lothar kommt uns ins Bad! Der Minimann bekommt wenigstens kindgerechte Handtücher, wenn ihm schon so viel anderes Buntes erspart bleibt.



Da fragt ihr euch nun zurecht, warum sie im Ikea vor den dunkelgrauen Exemplaren steht und hier plötzlich hellbeigeweißeierschalefarbene zeigt. Ist doch klar, das ist die Probe! Ich begegne dem Stickmodul immer noch mit großer Vorsicht die ich auch in anderen Dingen mal an den Tag legen sollte und so taste ich mich langsam an die richtigen Materialien und Einstellungen ran.



In diesem Fall hätte ich aber gleich in die Vollen gehen können, ich hab nämlich tatsächlich das richtige Zubehör aus meinem Schrank gezogen und es hat alles bis auf eine Klitzekleinigkeit auf Anhieb geklappt. Gut, man kann sich sicher sein, dass Murphy bei den dunkelgrauen Handtüchern schon dafür gesorgt hätte, dass was nicht klappt. Der fransige Shabby-Look verzeiht sicher auch einiges aber gerade diese Art von Stickerei finde ich besonders hübsch – wenn es schon Figürchen sind, dürfen sie auf keinen Fall akkurat sein!




Beim zweiten Handtuch, dem mit dem Medaillon ist leider beim Sticken der Umrandung immer der Faden gerissen. Bisschen blöd, vor allem weil Lothars Barthaaransätze dadurch etwas gelitten haben. Deshalb hier nochmal die Info an alle (auch an mich für's nächste mal!!!): einfach kein altes Garn nehmen. Es macht nicht glücklich. Wirklich nicht!
Die gute Nachricht für Sparfüchse ist aber, dass es trotzdem nicht weggeworfen werden muss, sondern wunderbare Verwendung beim Binden von Tasseln findet. Ich habe dank Omas altem Nähkästchen Material für einen Tasselgroßversand... Vorher müsste ich dann allerdings die Frage klären, was der Unterschied zwischen Tassel und Quaste ist. Gibt es einen?



Bei meinen bisherigen Stickabenteuern war kein hochfloriges Material dabei und ich hatte trotz eigentlich fehlender Ahnung schon den Verdacht, dass man hier wohl ein Vlies von oben braucht um den Stoff zu "eben". Die Qualität des Frotteestoffes ist freundlich ausgedrückt echt lausig und ich wäre auch nicht überrascht gewesen, wenn er sich beim Sticken komplett aufgelöst hätte. Aber die Bernina war sanft genug (ja, ich sticke wirklich nur noch ganz langsam!) und die magische, wasserlösliche Stickfolie die sich ein bisschen wie eine ganz dünne Klarsichthülle anfühlt war die perfekte Wahl. So perfekt, dass ich gestern in der Stadt gerade nochmal 10 Meter gekauft habe. Man gebe mir Handtücher! Im Idealfall bevor die Overlock wieder hier ist...




Handtücher: Werbegeschenk von Buttinette
Stickdatei: Lothar von LilaLotta über Huups
Zubehör: AntiGlue-Nadeln und Avalon Film, beides von Madeira






Die Bernina B580 wird mir im Rahmen einer Kooperation von der Nähwelt Flach zur Verfügung gestellt, das Stickmodul für die Modelle B560, 570, 580 könnt ihr euch hier näher angucken.














Donnerstag, 12. Oktober 2017

Kirsten Kimono Tee *Lebenskleidung Digitaldruck*



Nicht wundern, hier ist weder der Sommer zurück, noch bin ich plötzlich kältetechnisch besonders abgehärtet. Die Bilder sind nur einfach schon ein paar Wochen alt.



Damals war bei Lebenskleidung die Vorbereitung der neuen Digitalprints in vollem Gange und ich habe mich gerne bereit erklärt ein Beispiel aus den neuen Stoffen zu nähen – in diesem Fall habe ich mit der Zusage praktisch die Katze im Sack geordert denn ich wußte nicht welcher Stoff mir zugeschickt wird und genauso wenig was es sonst noch an Alternativen gegeben hätte. Die neue Kollektion ist also auch für mich eine Überraschung gewesen.
Nun steht die Veröffentlichung der Stoffe bevor und eure Hilfe ist gefragt: Klickt euch rüber zur Umfrage, stimmt ab welche Designs endgültig produziert werden sollen und gewinnt dabei noch ganz nebenbei zwei Meter der neuen Drucke. Da kann nachher niemand jammern, dass es kein Mitspracherecht gegeben hätte!



Ich bin ja großer Grau-Fan, aber in diesem Fall hatte ich anfangs doch Sorge, dass der Wolken-Stoff vernäht ein bisschen zu sehr an Gewitter oder gar ein Michelinmänchen erinnert. Es gibt ihn auch noch in einem etwas freundlicheren blassen Blauton, der sagt mir etwas mehr zu. Grundsätzlich bin ich aber nicht unbedingt Fan von diesen fotorealistischen Motiven und habe deshalb bei der Abstimmung andere Prioritäten gesetzt. Ich bin gespannt welche Stoffe sich durchsetzen.



Die Geschichte zum Shooting an einem Sonntag vor einigen Wochen muss ich auch noch kurz loswerden. Ich bin ja immer etwas peinlich berührt, wenn wir beim Fotografieren gesehen werden und lass es auch gerne so aussehen, als würden wir nur das Kind fotografieren und ich nicht vor der Kamera stehe. Erscheint mir irgendwie normaler als wenn man mit Kind unterwegs ist, der Mann aber nur seine Alte fotografiert und das Kind irgendeinen Quatsch macht.
An jenem Morgen, so gegen 10 Uhr morgens turnte ich also auf dieser Treppe, einer der vielen Stuttgarter Stäffele, rum und musste eine Foto-Pause einlegen, weil zwei Polizisten ganz gemütlich von oben nach unten schlenderten und ich ja nicht kann wenn jemand guckt. Die beiden haben sich wirklich extrem lang Zeit gelassen und uns dabei komisch angeguckt. Als sie die Stäffele ungefähr zur Hälfte unten waren, machten sie auch noch eine Pause und ich war langsam wirklich genervt. Haben die nichts besseres zu tun als hier in "meiner" Location rumzustehen? Falschparker aufschreiben? Ganoven jagen? Aber die stehen da einfach nur uns gucken in der Gegend rum. So nervig! Bis mir langsam klar wurde, dass nicht DIE blöd durch mein Set latschen, sondern ICH in deren Job fotografiere. Und in dem Moment ziehen sie sich Handschuhe über, fassen uns Gebüsch neben der Treppe und fischen ein paar kleine Plastikbeutel raus.
Nach getaner Arbeit setzen sie ihren Weg nach unten fort und als sie neben uns sind informiert uns der Minimann mit einem freundlichen "Da guck, Polizei!" und legt ein "Weg Polizei" nach als sie vorbei waren. Die beiden fanden ihn wohl ganz lustig, weshalb sie sich nochmal umdrehten um zu winken und ich war ganz kurz, aber wirklich nur ganz kurz in Versuchung, ihnen zu sagen, dass wir auch nur wegen Stoff hier rumhängen! Leider war ich dann zu feige. So schade!



Verlinkt: RUMS, Ich näh Bio
Schnitt: Freebook Kirsten Kimono Tee von Maria Denmark
Stoff: Bio-Digitaldruck von Lebenskleidung –  noch nicht erhältlich
Label: Snappap mit Papierflieger bemalt, mit dem Cutter ausgeschnitten und die Ecken mit dem Ecken-Abrunder gestanzt 

















Mittwoch, 11. Oktober 2017

Schal *Geteilter Stoff ist doppelte Freu(n)de *

Manchmal muss man sich mit fremden Federn schmücken und manchmal ist auch weniger mehr und deshalb blogge ich heute ganz frech einfach nur ein Tuch und habe es nicht mal selbst genäht. Mutig, nä?



Wie es dazu kam? #ausgründen! Ein Grund wäre, dass meine Ovi kaputt ist und ich keinen Rollsaum nähen kann. Ehrlicherweise muss ich aber zugeben, dass sie erst dahingeschieden ist, als das Tuch schon bei mir war. Zählt also nicht, ich wollt aber mal #mimimi machen.



Der Stoff wäre da schon ein passenderer Grund. Wahrscheinlich muss ich da aber ganz vorne anfangen:
Die letzte h&h in Köln ist schon eine Weile her, aber ich erinnere mich gerne an den netten Tag den ich dort mit Bloggerfreundinnen verbrachte. Natürlich war ich nicht nur zum Spaß da – ist ja schließlich eine Fachmesse – und so habe ich interessante Fachgespräche geführt und das gemacht was dort alle gemacht haben: neuen Stoff bestaunt. Catrin vom Stoffbüro hat unsere bittenden Blicke wohl irgendwann nicht mehr ausgehalten und sowas wie "ok, Mädels, jede eine Farbe" gesagt als wir gerade die Hände an einer Ladung Double Gauze hatten. Musste sie natürlich nicht näher erklären und schon ging das wilde Kombinieren und Aneinanderhalten los.
Und jetzt wird's verrückt: Ich weiß ernsthaft nicht mehr, welche Farbe ich damals favorisiert habe. Ich weiß nur, dass es ein dunkler Ton war zu dem ich dieses gelb als FrauFrida kombinieren wollte – ähnlich wie in dieser Kombi hier. Der Plkan war gut! Aber dann war plötzlich Ende September und die Frida-Zeit irgendwie vorbei, dafür aber die Schal- und Halstuchzeit in den Startlöchern.



Für ein solches Tuch braucht man einen Meter Stoff der diagonal geteilt wird. Kein Problem, aber was tun mit dem restlichen halben Meter? Und da war er, der nächste Plan: geteilter Stoff ist doppelte Freude! Oder sogar doppelte Freunde?



Ein Tuch für mich, eines für eine liebe Nähfreundin!
Coole Sache. Und noch cooler war in dem Fall, dass Catrin sofort meinte, sie würde die andere Hälfte nehmen. Dass sie meine Stoffhälfte auch gleich mit einem schönen Rollsaum versehen würde (extra für mich in grau!) konnte ich erst glauben als ich das Päckchen öffnete. Überhaupt scheint Catrin in Serie gegangen zu sein, denn auch im hohen Norden bei Dominique von Kreamino gab es geteilten Stoff und doppelte Freude. Das kräftige Weinrot hätte mir ja auch gefallen... Catrin will die andere Hälfte aber einfach nicht rausrücken.



Ich liebe mein neues Tuch und brauche noch mindestens alle vier anderen Double Gauze Unis und wenn ich schon beim Wünschen bin, bitte auch die extrem schönen von Nani Iro für Kokka. Gerne auch schon fix und fertig mit Rollsaum. Danke! Catrin, liest Du mit? 
Apropos alle Farben: Dass man aus Double Gauze nicht "nur" zauberhafte Halsschmeichler, sondern auch "richtige" Kleidungsstücke nähen kann, zeigen euch diese Woche die Mädels mit denen ich in Köln eben diese Stoffe ausgesucht habe.
Den Auftakt hat Petra mit einem superschönen blaugrünen Shirt mit edlen Manschetten gemacht, Elke hat einen lässigen Blazer aus dunkelgrau genäht und morgen gibt es bei Miri noch den blauen Stoff zu sehen. Ich hab da was von einem Kleid gehört...






Verlinkt: After Work Sewing (wobei ich ja gar nicht genäht habe und Catrin womöglich schon während der Arbeit... *örks*)
Stoff: Double Gauze in gelb und im Nebenschauplatz ein Usedom-Pullover aus Strickpunkt in schwarz und taupe















Montag, 9. Oktober 2017

Tipi // Spielzelt *#sewsweethome*

Die letzte Woche #sewsweethome startet und Catrin, Dominique und ich haben nach Cozy und Useful nun noch die Rubrik Playful im Rennen. Endspurt also beim Nähen für Zuhause! Wenn das mal nicht ein Grund ist, euch ein Webware-Nähstück zu zeigen mit dem ihr wirklich ganz viel Stoff auf einmal aufbrauchen könnt. So ein Spielzelt braucht locker ein paar Meter und wenn ihr Lieblingsreste stückelt, kommt da schon gut was weg aus der Restekiste.
Heute gibt es außerdem DEN Beweis für meine herausragende Eigenschaft Pläne schnell in die Tat umzusetzen. Das Indianerzelt für den Minimann hatte ich schon in der Schwangerschaft auf der To-Sew-Liste – als ich unfassbar viel Zeit damit verbrachte mir hippe Kinderzimmereinrichtungen anzugucken und Pläne damit zu schmieden. Zur Erinnerung, letzte Woche feierten wir den zweiten Geburtstag des Minimannes...



Als der Mann ein halbes Jahr nach der Geburt des Minimannes das erste mal in Elternzeit war, waren wir dann im Baumarkt und haben zumindest mal die Stangen für's Zelt gekauft. Kam vom Gefühl her damals einem "das Tipi ist nun fertig" sehr nahe. 



Die zweite Elternzeit des Mannes zum ersten Geburtstag des Minimannes kam und ich hab sogar schon Stoff gekauft! Jaja, das Projekt kam ins Rollen. Wenn's läuft, läuft's!



Und, oh Wunder, ich habe dann nach eineinhalb Jahren Vorlauf tatsächlich das geplante Tipi genäht. Fotografieren ging aber nicht. Es mussten noch die Fäden vernäht und die Stangen richtig befestigt werden und irgendwas kam immer dazwischen. Das war übrigens Ende Oktober 2016. Nur damit hier niemand den Überblick verliert.
Bevor ein Teil nicht fotografiert ist, wird es natürlich auch nicht angezogen/benutzt/aufgestellt – alte Nähbloggerregel, vor allem wenn Kinder und Tiere im Spiel sind ist das sehr, sehr wichtig.



Möchte an dieser Stelle nun jemand raten, wann ich Fäden vernäht und Stangen fixiert habe?
Äh, genau. Vorgestern. Oktober 2017. Aber es war auch das letzte halbe Jahr Sommer, da spielt man draußen und nicht im Kinderzimmer im Zelt!



Prokrastination kann ich! Aber ein weiterer Grund war definitiv auch, dass unser Minimann einfach deutlich weniger Bücheranguck- und Kuschelkind als wildes Tobe-Kletterkind ist. Der hätte das Zelt in nullkommanix aus Versehen abgerissen, da sind sich alle einig.



Ok, nun wird er es früher oder später in einem Trotzanfall mit voller Absicht abreißen, aber bis dahin spielt er schon mal darin und ist etwas achtsamer als noch vor einem Jahr.
Und beim ersten Versteckspiel hat es sich schon mal als gute Idee herausgestellt den Eingang oben mit Snapapp zu verstärken und die Stangen oben und unten am Stoff zu befestigen als der Mann auch mal reinkriechen musste...




Stoff: Fahnentuch in offwhite aus dem örtlichen Laden (ich würde aber bei einem weiteren Zelt eher Canvas verwenden)
Schnitt: selbstgebastelt – genaue Maße und Anleitung reiche ich bei Bedarf gerne nach 














Sonntag, 8. Oktober 2017

Kapuzenpulli Toni *All animals are equal*



Die Produktion der Herbst-Wintergarderobe für den Minimann ist in vollem Gange und heute zeige ich euch, einen kuscheligen Toni-Hoodie. Der Pinguin-Stoff ist einer von vier neuen Sweats aus der neuen Kollektion "All animals are equal" von Chat Chocolat aus Belgien. Vielleicht erinnert ihr euch an meinen lachsfarbenen Pulli den ich aus der letzen Kollektion genäht habe?



In dieser Runde hatte ich die Auswahl aus vier tierischen Prints auf unifarbenem Sweat und es fiel mir wirklich schwer mich zu entscheiden. Alle Stoffe sind einfach genau mein Ding: mit grafisch reduziertem Design in unregelmäßiger Musterverteilung kriegt man mich einfach.



Und jetzt bitte Applaus für meine grenzenlose Selbstlosigkeit, dass ich trotz großer Begeisterung nähtechnisch an mein Kind gedacht habe und Stoffe für ein Kinderteil bestellt habe.
Ich erzähle nur den Lesern mit den guten Augen, dass ich noch beim Zuschneiden mit mir ringen musste nicht doch sofort einen Pulli für mich zu nähen. Natürlich habe ich besonders stoffsparend zugeschnitten und mit ein bisschen schwarzem Sweat als zusätzlicher Kombistoff geht da sicher auch noch was für mich...



Der Pingu-Stoff ist also sowohl für Große, als auch für Kleine verwendbar, allerdings muss man bei den kleinen Größen eventuell ein bisschen mehr Stoff einplanen als eigentlich im Schnitt vorgesehen ist, denn der ein oder andere Pinguin ist etwas größer als seine Artgenossen und es braucht mehr Freiraum um ihn wirken zu lassen. Ich mag wie erwähnt diese unregelmäßige Anordnung sehr und hab auch bei Größe 98 nicht auf den Musterverlauf geachtet. Ihr wisst ja, ich wollte Stoff sparen!
Lediglich bei den Ärmeln habe ich zum unifarbenen Kombistoff der gleichen Qualität gegriffen um an den Raglannähten nicht so viele halbe Tiere aufeinandertreffen zu lassen. #pinguingulasch 
Die gecoverten Nähte bringen hier zusätzlich noch etwas Ruhe rein und betonen zudem die Schnittführung.
Im Moment ist der Pulli noch etwas groß, was aber auch bei der Doppelgröße 98/104 und etwas über 90 cm Körpergröße kein Wunder ist. Den gleichen Schnitt habe ich letzten Herbst in 86/92 genäht und der wiederum ist schon viel zu klein. Ich finde es gibt aber auch im Herbst wenig gemütlicheres als sich als Jackenersatz in einen großen Hoodie einzumümmeln. Hoffentlich sieht der Minimann das auch so – beim Fotoshooting war er schon mal ganz kooperativ und das will was heißen.



Die fiesen Schrammen im Gesicht sind übrigens kein Laufradunfall (da trägt er selbstverständlich einen Helm wenn er wirklich fährt und nicht nur neben dem Gefährt steht) sondern ein kleiner Sturz vom Klettergerüst am Tag zuvor. Natürlich fällt er auf der Seite vom Spielgerät an der statt feinem Sand grober Schotter liegt – war ja klar. Den ganzen Sommer stehe ich helikopternd neben ihm wenn er auf das fiese Ding klettert, stets bereit ihn aufzufangen (was natürlich NIE nötig war)  und dieses eine mal hab ich rabenmuttermäßig eine Nachricht an unser verspätetes Spielplatzdate geschrieben und... zack, sofort die Quittung bekommen. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert.



Und weil es mit Unfällen in den vergangenen Woche noch nicht gereicht hat, hab es noch einen Zwischenfall bei dem ich in Gedanken mal ein bisschen mehr auf den Rollschneider gedrückt habe als gut war. Leider mit dem Finger auf das rotierenden Teil... Autsch. Wesentlich schlimmer war dann trotzdem, dass meine Ovi sich verabschiedet hat. In Selbstdiagnose vermute ich eine Schramme/Unregelmäßigkeit am Metall der Stichplatte weshalb alle paar Zentimeter der Faden reißt. Nähe ich wirklich langsam, was bei einer günstigen Maschine ohne Geschwindigkeitsregler echt nicht leicht ist, kann ich das reißen auf ungefähr 10-15 cm hinauszögern. Bei Normalgeschwindigkeit reißt der linke Oberfaden noch bevor ich einmal die Länge des Nähfüßchen genäht habe.
Ihr könnt euch vorstellen was für Laune ich habe! Der Hoodie hat gefühlt eine Woche gedauert und an die eigentlich geplante passende Jogginghose war definitiv nicht zu denken. Und jetzt, wo das Shooting zum Pulli auch ohne die passende Hose über die Bühne ging, steht nur noch die Frage welche Maschine es werden soll dem Nähen eines Oberteils für mich aus den Pingu-Resten im Wege. Höhöhö.



Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder
Stoff: Bio-Sweat Pinguine und Kombi-Uni von Editex/ Chat Chocolat
Schnitt: Kapuzenpulli Toni von Fritzi/Schnittreif


















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