Donnerstag, 14. Dezember 2017

FrauSara im Doppelpack *Stoffbüro-Crewtreffen*

Wie praktisch, dank ähnlichen Stofffarben finden die farbigen Kästen von gestern heute gleich nachmal Verwendung. Nein, ich mach das jetzt nicht immer. Das ist mehr oder weniger aus der Not heraus entstanden. Ich bastle gerne Bildpaare um aus zwei Hochformaten ein Querformat zu machen. Der Sinn ist einfach: Ich will mich am liebsten eher klein im Internet haben und ein kleines Hochformat alleine steht blöd auf der Seite, zwei zusammen hingegen füllen den Platz schön aus. 
Das Paar funktioniert aber nur, wenn man unterschiedliche Perspektiven und Bildausschnitte hat, noch idealer sind Detailaufnahmen kombiniert mit Komplettansichten. Sowohl gestern als auch beim heutigen Post hatte ich zwar jede Menge Auswahl, jedoch zu wenig Kombimöglichkeiten und deshalb musste Farbe einspringen.



Apropos einspringen. Nicht nur Farbe ist in diesem Post eingesprungen, ich hab mir auch ein Model für meine Bilder gegönnt! Beim Stoffbüro-Crewtreffen vor einigen Wochen in Siegen wollte Dominique mal kurz in meine Frau Sara schlüpfen, da hab ich sie direkt für Bilder verhaftet. Mir ist die Sara nämlich ein bisschen knapp (in der Breite!) und sie passt Domi mal abgesehen von den Dreiviertelärmeln deutlich besser – und selbst die Ärmel werden ab 20 Grad in dieser Form auch wieder ihr Comeback feiern.



FrauSara ist fast unverändert genäht, lediglich in der Länge habe ich 5 cm hinzugefügt (es hätten 10 sein dürfen) und die Rüsche deutlich "entrüscht". Will heißen, um 15 cm gekürzt. Hier würde ich die der nächsten Sara um 20 cm kürzen und die Rüsche selbst eventuell breiter zuschneiden, damit sie sich gefälliger legt und nicht so "stumpig" absteht. Das ist natürlich Geschmacksache, aber deshalb näht man ja: damit man sich seine Wunschrüsche bauen kann. Außerdem habe ich den Ausschnitt gesäumt statt eingefasst, dadurch ist er etwas hochgeschlossener – ich reagiere ja allergisch auf zu weite Ausschnitte.



Den Schnitt kann man natürlich auch ganz clean und schmucklos als Basicversion nähen indem man die Rüsche einfach weglassen oder auch das Vorderteil sogar komplett ohne Teilung näht. Der Schnitt kann jedenfalls was und ist schön wandelbar.



Um das zu verdeutlichen, hab ich das Treffen (und die Lokation in der Hotellobby!) genutzt um auch noch Claudia mit auf die Bild zu bekommen. Immer schön, wenn man zwei Teile nach einem Schnitt gemeinsam fotografieren kann, vor allem wenn sie so unterschiedlich sind. Mehr Bilder von ihrem grauen Shirt gibt's heute bei ihr auf Ganzmeinding.








Verlinkt: RUMS, Ich näh Bio
Schnitt: FrauSara von Fritzi/Schnittreif
Stoff: Streifen von Nosh und schwarzer Jersey aus meinem Lager und Tücher aus DoubleGauze aus dem Stoffbüro
Lokation: Hotellobby beim Stoffbüro-Crewtreffen
Model: Dominique von Kreamino
Hintergrundanimation: Danie von Prülla













Mittwoch, 13. Dezember 2017

Streifen-Usedom im Fotostudio *Sew7*

Wer mir auf Instagram folgt weiß schon, dass ich am Wochenende mit den Mädels meiner Sew7-Gruppe unterwegs war und es sich nicht wie üblich um ein Nähtreffen handelte. Claudia (ganzmeinding) hat ihre Kontakte spielen lassen und uns einen Tag in einem Fotostudio hier in Stuttgart ermöglicht. Es war ein absoluter Traum!



Unter fachkundiger Anleitung konnten wir uns selbst vor den verschiedenen Hintergründen fotografieren und bei bester Ausleuchtung unsere mitgebrachten Accessoires in Szene setzen. Ich bin total traurig darüber, dass ich verhältnismäßig wenig zu fotografieren dabei hatte, denn es war nicht nur sehr lustig, sondern uns ging das Fotografieren dank Profi-Bedingungenwirklich leicht von der Hand. Kein Vergleich zu den Fototouren mit dem Mann bei denen wahlweise Hintergrund oder Licht nicht passen und im Winterhalbjahr gar nicht selten beides suboptimal ist.



Meinen Usedom-Pulli aus dunkelblau-auberginefarbenen (die Originalbezeichnung ist navi/plum) Ringeln habe ich am Tag vorher noch schnell genäht. Der Usedom-Kenner fragt sich nun zurecht was hier mit den Ärmeln passiert ist. Ja, der Stoff war etwas knapp, ihr kennt das ja schon. Weil ich aber unbedingt Usedom wollte, wurden die angeschnittenen Ärmel etwas kürzer und das "Bündchen" als Ausgleich etwas länger. Dadurch ist es im Ansatzbereich etwas enger und die Ärmel wirken mehr zweigeteilt.
Die roten Streifen die fast schon lila sind, haben wie man sieht nicht den gleichen Farbton wie der Unistoff. Dieser ist einen Tick bräunlicher, was ich aber ganz hübsch finde, denn die Stoffkombi wirkt ein bisschen retro.


Ich hab ja nun schon diverse Usedoms/Usedome/Usedome genäht und es ist schon extrem, wie sich der Schnitt durch die Stoffwahl verändert. Eine nie gebloggte Variante aus Relief-Jacquard (gleiche Strickart wie dieser) die ich sehr liebe bekam mit jedem mal Anziehen längere Ärmel. Da ich den Stoff auch in einem anderen langarm-Oberteil vernäht habe, kann ich ihn als "Übeltäter" ausschließen. Mein Favorit aus dem letzten Jahr aus sehr, sehr, sehr kuscheligem Sweat mit Merinowolle bekam dank nicht vorgewaschener Bündchen das gegenteilige Problem – und das ist tatsächlich ein Problem, denn bei den langen Ärmeln habe ich einfach einen 10 (!) cm Umschlag der dank der komplett gedoppelten Bündchen natürlich schön sauber aussieht. Was ich mit dem zu kurzen Teil mache, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich wird es ein Kinderpulli werden. Ich dachte, ich erzähle heute mal davon, wie sich angeschnittene Ärmel auf Stoff auswirken und mache darauf aufmerksam dass auch Bündchen vorgewaschen werden sollten. Bei einem 4 cm breiten Streifen macht es nichts aus, beim breiten Usedom-Bündchen hingegen fallen 5% Schrumpfen beim Waschen sehr ins Gewicht.







Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio, Me Made Mittwoch
Schnitt: Usedom von Schnittreif (10 cm verlängert, Ärmel dafür gekürzt und Bündchen verlängert)
Stoff: Denim Sweat in Fudge und gestreifter Sweat in Plum/Navi
Location: Lichtpunkt.cc  – Ein herzliches Dankeschön an Claudia für die Organisation des schönen Tages und Micha für die Nutzung seines Studios und den tollen Support!












Donnerstag, 7. Dezember 2017

Zamora Blouse mit Schluppe *blumige Viskose*



Mein Job verlang keine bestimmte Kleidung von mir und die Homeofficetage verbringe ich nicht selten in Jogginghose und Kapuzenpulli – der freundliche Paketmann wundert sich wahrscheinlich über gar nichts mehr.
Hin und wieder ist es mir aber doch nach einem Blüschen und wenn man einen Blick in meinen Schrank wirft, sieht man sie sofort. Nicht, weil es so viele sind, sondern weil sie alle sehr ähnlich aussehen. Alle dunkelblau, alle mit Schluppe oder Schleife. Ich hab ja gar nichts gegen andere Farben – schwarz oder grau wären super – aber irgendwie habe ich nie etwas anderes in passender Form gefunden als dunkelblau. Eine weitere Gemeinsamkeit neben der Farbe ist die Stoffart. Ich kann keine festen Baumwolloberteile tragen, es muss fluffig oder anschmiegsam sein. meine Webwareoberteile sind locker und weit geschnitten, da sieht feste Baumwollwebware schnell nach einem Zelt aus und steht sehr unvorteilhaft ab. Und hier ungefähr beginnt das Dilemma. Ich nähe keine Blusen, weil ich so ungern flutschige Stoffe vernähe. Andere trage ich aber als Bluse nicht. Saublöd.



Die Zamora Blouse gibt es nun ganz neu bei Näh-Connection und obwohl sie in den Beispielen viel öfter figurbetont als locker fallend genäht wird, war ich gleich angetan. Von den etwas biederen Bildern auf der eBooks von Itch to Stitch darf man sich nicht irreführen lassen, da lohnt sich das Suchen nach Beispielen im Netz wirklich!
In der Anleitung steht sogar, dass man die vier Abnäher vorne und die beiden im Rücken weglassen kann, wenn man eine weitere Form bevorzugt und da habe ich mich natürlich nciht zwei mal bitten lassen!
Ich würde nächstes mal sogar noch weiter gehen und auch den Brustabnäher eliminieren. Das obere Schnitteil wird nach Körbchengröße ausgewählt und ab B ist der Abnäher vorhanden. Ich hab mir schon gedacht, dass ich ihn nicht wirklich brauche wenn es im Hüftbereich locker weitergeht, aber ich hab mich nicht getraut gleich alles wegzulassen.
Das war auch noch nicht alles. Die Kräuselung an der Schulter könnte ich mir bei einer weiteren Zamora ebenfalls etwas weniger stark vorstellen. Das trägt im Schulterbereich je nach Fall des Stoffes schon sehr auf. Die weiten Ärmel mag ich hingegen sehr und finde sie auch in der 3/4-Variante superschön.
Die Biesen finde ich auch fein, allerdings hatte ich bei der hier verwendeten Viskose schon echte Probleme die Spur zu halten und nun ja, gleichmäßig ist anders. Ich hab selten so viel gebügelt und trotzdem hab ich mich extrem schwer getan. Aber der Stoff verzeigt zum Glück einiges und mit der tollen Schluppe kann ich sicher von der ein oder anderen Unregelmäßigkeit ablenken. Dr Stoff trägt sich wie vermutet fabelhaft und ist einfach wie gemacht für diesen Blusen-Schnitt, da muss man das Nähen halt irgendwie hinter sich bringen ;-)



Wir fassen zusammen, man kann Zamora ganz leicht verändern – solang die geniale Schluppe bleibt ist sie ein klasse Blüschen!



Mehr schicke und lässige Zamoras aus dem Näh-Connection-Team stellt Annika heute in ihrem Post vor, schaut gerne mal rüber und lasst euch inspirieren.






Verlinkt: Rums
Schnitt: Zamora von Itch to Stitch auf Deutsch bei Näh-Connection erhältlich und gerade zum Einführungspreis zu bekommen
Stoff: Viskose Bluemdruck auf curry von Rapantinchen 











Mittwoch, 6. Dezember 2017

Raglanpulli Betula trifft Bernina 580 *Stickmodul Teil 5*

Wie gestern bereits angekündigt konnte ich es ja nicht lassen, die florale Stickerei, die ich auch schon auf einem kurzärmeligen Shirt habe auch auf einen Pullover zu sticken und hab mir den Laine Slub dafür ausgesucht.



Ehrlicherweise hatte ich auch nicht all zu viele Hoffnungen, dass es mit dem Sticken überhaupt hinhaut. Der Stoff ist dank seiner genialen Rückseite oder ist es die Vorderseite? eher unregelmäßig und uneben – sicher nicht der einfachste Untergrund für einen Stickanfänger! Klebevlies und Anti-Glue-Nadeln sowie die gute alte Zeit haben es aber gerichtet. Ich bin zwar nach knapp drei Stunden fast neben der Bernina eingeschlafen weil ich mich nicht getraut habe die Geschwindigkeit zu erhöhen, aber sie hat einfach einen tollen Job gemacht – da will man ja nicht unverschämt sein und drängeln!



Völlig verrückt war bei diesem Oberteil übrigens die Vorgehensweise: Ich wollte dieses Motiv auf dem Stoff, hatte aber eine Ahnung welcher Schnitt es letztendlich werden sollte, dachte aber, man könnte ja schon mal sticken...



Also hab ich einfach mal von einer Kante ein Vorderteil abgeschätzt und dachte, das Blümchen wird dann schon irgendwo links oder rechts vom Ausschnitt sitzen.



Ja, man ahnt es schon. Hat natürlich nicht geklappt. Ich wollte dann doch unbedingt einen Raglanschnitt haben und natürlich kam die Armnaht der Blumenplatzierung in die Quere beziehungsweise hätte sie dann gar so sehr mittig auf der Brust sein müssen. Und da will ich wirklich keine ausladende Stickerei haben.
Eine weitere Herausforderung war, dass der Stoff für den gewählten Schnitt generell etwas knapp war. Sogar ohne die Stickerei und ihre Platzierung zu berücksichtigen. Gut, die Betula hätte ich theoretisch auch mit kurzen Ärmeln nähen können, aber bei einem Winterpulli-Plan ist das einfach keine wirkliche Lösung.
Also habe ich ungefähr so lang gepuzzelt wie gestickt und am Ende war die beste Lösung die Stickerei nach unten zu nehmen. Oder zumindest Richtung unten, denn ganz unten am Saum war auch nicht möglich.
Trotzdem aller Schnittteile-Schieberei war aber einfach nicht mehr als Dreiviertelärmel drin. hier habe ich dann aus der Not eine Tugend gemacht und angestückelt. Da ich mich beim feinen Laine-Slub sowieso nicht entscheiden kann welche Seite ich lieber mag, hatte ich hier die Möglichkeit den Seitenwechsel im Arm durch das Anstückeln nochmal zu betonen. Ja, im Nachhinein gute Erklärungen für Planungsfehler liefern kann ich!



Klar, nächstes mal würde ich doch erst Schnitt und Platzierung planen und dann die Stickmaschine ranlassen, aber schön, dass es auch andersherum klappen kann und ich mag meinen Sweater wirklich gerne.
So gerne, dass er zum Stoffbüro-Crewtreffen mitdurfte bei dem Dominique mich in ihm fotografiert hat. Und nicht nur das, als Fotochefin hat sie mir auch kurzerhand mein gelbes Tuch abgenommen und mir ihr bordeauxfarbenes verpasst. Das passte nämlich noch einen Hauch besser als mein eigenes. Das blöde ist jetzt, dass ich nun leider auch noch eines in bordeaux brauche, war ja so klar...




Verlinkt: After Work Sewing, Ich näh Bio
Schnitt: Betula von Fabelwald
Stickdatei: Freebie "Kringel 2" von Huups

Stoff: Laine Slub von Nosh Organics in dunkelblau




Die Nähmaschine Bernina B580 wird mir im Rahmen einer Kooperation von der Nähwelt Flach zur Verfügung gestellt, das Stickmodul für die Modelle B560, 570, 580 könnt ihr euch hier näher angucken. 
Ich habe bevor ich diese Maschine bekommen habe noch nie gestickt und bin definitiv noch sehr blutige Anfängerin auf diesem Gebiet! Um so mehr freue ich mich über Tipps und Tricks von erfahrenen Stickhasen ;-)













Dienstag, 5. Dezember 2017

Bernina 580 *Stickmodul Teil 4 – Kinderkleidung besticken*


Das mit dem Sticken und mir war ja nicht so geplant – Ich dachte, ich teste das mal ein bisschen und dann ist auch wieder gut. Aber wie es mit der Liebe auf den zweiten Blick angeblich ist, scheint sich da nun doch etwas festeres zu entwickeln.
Das Stickmodul der B580 und ich werden immer vertrauter und ich ertappe mich, wie ich Stoffe nach ihrer Bestickbarkeit aussuche.
Eine der wenigen Stickdatei für Kinder die mir gefällt ist Lila Lottas Lothar, den ich hier auch schonmal auf Handtücher gestickt habe. Natürlich sollte auf den Handtuch-Test auch ein Lothar auf Kleidung folgen und ohne zu viel zu verraten: es blieb natürlich nicht bei einem Teil. Möglicherweise macht das doch auch ein bisschen süchtig.
Da der dicke Winterjersey verglichen mit den flauschigen Handtüchern oder dem unregelmäßigen und sehr dünnen Jersey von meinem floralen Stickerlebnis völlig unkompliziert ist, klappte es mit der Stickerei auch besser.



Ich habe wieder das Klebestickvlies und die Anti-Glue-Nadeln verwendet, der Maschine genug Zeit gegeben und dann lief die Sache. Was ich aber wirklich unbedingt noch benötige ist eine feine Stickschere um den Stoff vor dem Sticken der Umrandungen sauberer abschneiden zu können. Da kam ich mit meiner Allzweckschere einfach nicht nah genug an die Naht ran beziehungsweise hatte einfach zu viel Sorge ZU nah an die Naht zu kommen. Aber es ist ja bald Weihnachten...
Hier finde ich es auch eigentlich ganz witzig, dass Lothar ein bisschen schrabbelig angezogen ist. Seine Kleider kommen auch ausschließlich aus meiner "für-Kleinigkeiten-hebe-ich-den-Ministoffschnipsel-mal-noch-auf-um-ihn-in-fünf-Jahren-dann-wegzuschmeißen"-Kiste. Ungelogen, bis zum Einzug der Stickmaschine habe ich noch nie etwas aus der Kiste genommen, sondern immer nur kräftig gefüllt. Und ja, ich könnte wohl 20 Jahre am Stück sticken und es gäbe noch Material. Aber ich finde ihn niedlich, so in seinem etwas runtergekommenen Look.
Irgendwann werde ich auch mal einen maximal perfekten Lothar aus feinen Stoffen sticken um ihn zu rehabilitieren. Bis dahin sieht der Gute eben weiter aus wie ich am Wochenende oder im Homeoffice.



Ich hab ja neulich schon mal angekündigt, dass ich im Winter öfter Kinderkleidung ohne Minimann drin fotografieren werde um den "Freizeitstress" etwas geringer zu halten. Für Lothar zeige ich nun zum ersten mal ein Flatlay mit "Kombikram".
Die Hose hab ich bei einem Kinderkleiderbasar gekauft und die Schuhe sind ebenfalls gebraucht erstanden und nicht perfekt geputzt. Sorry. Einzig das Tuch ist ebenfalls neu und natürlich selbstgenäht. Hier kommt meine neu entdeckte Liebe zu "gerollsäumten" Dreieckstüchern ins Spiel und so habe ich für den Minimann ein doppeltes genäht. Dazu das Viereck nicht in der Diagonale auseinanderschneiden und ringsrum versäubern, sondern einfach diagonal falten und die kurzen Schenkel zusammennähen. Mal abgesehen davon, dass das Tuch winterlich dicker wird, ist das auch eine schöne Möglichkeit um bei bedruckten Stoffen keine sichtbare Rückseite zu haben. Und da so ein Kindertuch natürlich kleiner ist, reichen hier schon 50 cm Stoff um bei voller Breite zwei doppelte oder vier Tücher mit Vorder- und Rückseite zu bekommen.



Aber ich muss auch warnen: fang am besten gar nicht damit an, es macht total Spaß, geht unfassbar schnell und Tücher braucht man immer. Man wird praktisch sofort süchtig. Ähnlich wie beim Sticken. Und damit verabschiede ich mich bis morgen – da gibt's dann ein gesticktes Teil für mich!





Verlinkt: Ich näh Bio, Menschen(s)kinder, Creadienstag
Stoff: grauer Winterjersey von Lillestoff, Rest von dieser FrauMarlene und Double Gauze von Nosh in senfgelb (in echt ein bisschen gelber als auf den Bildern!)
Schnitt: Basicshirt von Fadenkäfer

Stickdatei: Lothar von LilaLotta über Huups
Zubehör: AntiGlue-Nadeln und Avalon Film, beides von Madeira






Die Bernina B580 wird mir im Rahmen einer Kooperation von der Nähwelt Flach zur Verfügung gestellt, das Stickmodul für die Modelle B560, 570, 580 könnt ihr euch hier näher angucken.






Donnerstag, 30. November 2017

HoHoHo! Nikolausstiefel *Freebie-Schnittmuster*



Letztes Jahr am 5. Dezember bekam ich in der KiTa die Info, ich möge bitte dem Minimann am nächsten Tag eine Socke oder einen Nikolausstiefel mitgeben. Natürlich hatten wir keinen extra Stiefel und irgendetwas in mir sträubte sich auch gegen die Vorstellung, dem damals Einjährigen einen von Papas Socken (Vorschlag der Erzieherin, die Socken der Kinder seien zu klein...) mitzugeben um ihn darin die obligatorische Mandarine und den Keks in Empfang nehmen zu lassen.
Aber kein Ding, ich hatte ja eine neue Stickmaschine hier stehen! Also schnell ein Stickmuster für eine ITH-Datei gesucht und total motiviert losgelegt. Heraus kam ein zauberhafter kleiner Nikolausstiefel. Oder besser gesagt ein Nikolausstiefelchen. Ich schätzte es auf Größe 21/22, drei Walnüsse gingen gerade so rein, die Mandarine natürlich nicht. Gut, mein Fehler, die Datei ist eigentlich ein Adventskalender von dem ich nur einen Teil gestickt und die Zahl weggelassen habe und der darf ja durchaus kleiner sein. Mir fehlte einfach noch ein bisschen das Auge für die Größe einer Datei die im Stickrahmen fertiggestellt wird. Süß fand ich sie trotzdem und ich hab den Plan sie für nächstes Jahr tatsächlich als Kalender zu sticken. Ich schriebe das jetzt, damit ich nicht vergesse damit im Januar anzufangen. Ich kenne mich nämlich, 24 mal das gleiche Sticken macht mir bis zur 2. Wiederholung Spaß, danach werden die Abstände zwischen den Stiefeln sicherlich immer größer und mit Glück bin ich dann im November fertig.
Aber gut, eigentlich geht es hier nicht um das Stiefelchen des Vorjahres, sondern um den neuen. Der hat nämlich nun die perfekte Größe und statt einfach frei Schnauze drauflos zu schnibbeln, hab ich ihn vorgezeichnet und stelle ihn euch auch gerne zum Download zur Verfügung.



Die Nähanleitung ist denkbar einfach:


Ihr braucht Webware (in meinem Fall ein paar kleine Reste) und Volumenvlies nach Wahl (bei mir war es ein Rest von einer Decke der nicht aufbügelbar ist), und eine Stofflasche oder ein Lederband das als Aufnähung eingenäht wird.
Wer dieses dann einzunähen vergisst, braucht auch noch eine zusätzliche Öse... (fragt nicht!)

Ausgeschnitten werden zwei mal seitenverkehrt das Oberteil und das Unterteil und einmal Ober und Unterteil zusammengesetzt als Innenfutter. Hier habe ich übrigens auch die Schuhspitze etwas gekappt, damit da nichts drin hängen bleibt und das Wenden später leichter geht. Und ja, natürlich auch wegen zu wenig Stoff.... Ihr kennt das ja! Die Außenform braucht ihr dann natürlich auch aus Vlies oder dem Material das ihr zum Füttern nehmt.
Wer die Teilung besonders hübsch ausarbeiten will, bügelt das Vlies auf die Einzelteile auf und steppt das Unterteil des Stiefels getrennt ab. Ich finde diagonale Linien oder Rauten besonders hübsch, aber ihr könnt euch natürlich auch beim Nähmalen oder aufwändig quilten austoben!
Danach näht ihr Ober- und Unterteil rechts auf rechts aneinander. Da ich kein Vlies zum aufbügeln hatte und aus mehreren kleinen Teilen gestückelt habe, habe ich die Teile erst zusammengenäht, das Vlies mit Patchwork-Sprühkleber auf der Stoffrückseite fixiert und dann trotzdem nur den unteren Teil abgesteppt.
Jetzt die Außen- und Innenteile jeweils rechts auf rechts aneinander nähen und bitte beim Außenteil das Bändelchen nicht vergessen und beim Innenteil eine Wendeöffnung lassen.
Einen Stiefel wenden, Stiefel ineinander stecken und aneinander nähen. Wenden, ausbeulen, bügeln und oberen Rand absteppen. Fertig! Ach ne, die Wendeöffnung, die könnte noch geschlossen werden.
Jetzt aber: fertig!



Und nun schnell raus damit vor die Haustür – vorausgesetzt ihr habt euch Zeit gelassen mit dem Nähen und es ist schon der 5.12. ;-)
Wenn nicht, vertreibt euch die Zeit doch erstmal beim Adventskalender im Stoffbüro.
Catrin und die Stoffbüro-Crew öffnen von morgen bis zum 24. Dezember jeden Tag ein Türchen. Viele Rabattaktionen, Anleitungen und schöne Posts die euch die Adventszeit versüßen sollen.




Stoffe: weißer Rest mit roten Punkten von Tante Ema, roter Rest mit weißen Punkten unbekannter Herkunft
Schnitt: kostenloser Download 









Mittwoch, 29. November 2017

FrauMona in bordeaux *12COHF*



Vergessen! Total vergessen! Mein Post für 12 Colours of Handmade Fashion war im Kopf schon fertig, als ich dann am Termin plötzlich bemerkt habe, dass es keine bearbeiteten Bilder gibt und auch noch niemand was geschrieben hat. Blöd. Nun also mit Verspätung, meine Wunsch-Farbkombination für einen gemütlichen Herbst: Bordeaux mit rosa und einem Schuss Neon. Gedeckt und eigentlich eher dezent geplant, kam dann mit dem Tuch plötzlich doch noch eine knallige Farbe ins Spiel.



Fotografiert in der einzig offiziell zugelassenen Location für Bordeaux und Gelb: dem Stoffbüro. Dort gibt es rotes Kaffeegeschirr, rote Sektkelche, eine rote Ameise (also die mit der man Paletten bewegt, nicht die vor der man früher Angst hatte weil sie einen im Wald gepikst hat...), rote Blumentöpfe und natürlich jede Menge bordeauxroten Stoff.
Meiner hier ist von Albstoffe und ich habe ihn völlig spontan mit altrosa meliertem Bündchen kombiniert. Was kam ich mir verwegen vor! Und dann lag da plötzlich ganz zufällig noch dieser Meter DoubleGauze der zu einem Tuch werden wollte auf dem Nähtisch und zack – Outfit fertig. Schön, wenn der Nähplan ein schneller Selbstläufer ist!



Meine Kleidung für's Treffen der Stoffbüro-Crew war also schnell eingetütet, Dominique von Kreamino die an diesem Wochenende die Fotofee für mich machte und sage und schreibe fünf Teile mit mir fotografierte machte feine Fotos und trug nebenher auch noch ein wunderschönes Jasper-Kleid aus dem passenden Sweat zu meinen Bündchen. Eigentlich wollten wir noch Bilder von uns beiden, aber beim trubeligen Crew-Treffen geriet das irgendwie wieder in Vergessenheit. Wir mussten uns ja auch beeilen, ich sag nur fünf Foto-Outfits und direkt daneben ein Stofflager – da will man ja nichts verpassen und den anderen Mädels die Beute überlassen weil man noch die perfekten Bilder braucht! Stoffsucht kommt hier definitiv vor Eitelkeit!



Lieben Dank an Domi für die Bilder, Catrin für das wunderbare Wochenende und dem Rest der Crew für die schöne Zeit, und die vielen Lacher!






Verlinkt: 12COHF, Ich näh Bio, After Work Sewing
Schnitt: Raglansweater FrauMona von Schnittreif/Fritzi, 15 cm verlängert
Stoff: Bio Sweat bordeaux von Albstoffe für Stoffbüro, Bündchen von Lebenskleidung















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